Am Freitag, den 19.06.26 starten wir um 6.00 Uhr an der Schule unsere Tour nach Mitwitz bei Bamberg zum Jugendworkshop des DVF. An Bord sind Merle Eisenträger, Luke Essig, Jan-Ole Kranz und Paula Stoll. Als Begleitpersonen waren Franz Rudolf Klos mit Ehefrau Elisabeth und Heike Weber dabei.
In Mitwitz kommen wir um 10.35 Uhr an und steigen sofort in die angebotenen Workshops ein. Wir trafen dort auf die Jugendgruppen der Fotoclubs von Sonneberg, der das Event ausrichtete, auf den Fotoclub Obersulm, Dresden, Ochtrup und das Gymnasium Klotzsche. Zunächst gibt es den Kurs „Abstrakt“. Dazu werden verschiedene gefaltete Papiere mit unterschiedlichen Farben beleuchtet und in Szene gesetzt. Auch Strohhalme und andere Formen kommen in unterschiedlichen Arrangements zum Einsatz. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welch einfachen Mitteln solch interessante Bilder entstehen können.
Der zweite Workshop heißt „Holipulver“. Darin haben schon zwei unserer Teilnehmer Erfahrung durch einen Workshop mit Norbert Schmidt. Dabei modeln die Teilnehmer nacheinander (oder auch mal zusammen) und überlegen sich Posen, die von den Fotografen dann immer wieder mal verändert werden. Fotografiert werden sie in dem Moment, in dem die beiden Anleiter mit Farbpulver werfen. Dabei entstehen faszinierende E ekte. Allerdings ist das auch ziemlich viel Sauerei…. Denn das Farbpulver haftet an Kleidung, Haut und Haar. Besondere Bilder entstehen auch, wenn Haare, die zuvor mit Farbpulver versehen wurden durch die Luft geschleudert werden. Wichtig ist dabei, dass genau der richtige Moment getro en wird. Da es sich um eine Bewegung handelt, wird mit sehr kurzen Belichtungszeiten gearbeitet und in Serie fotografiert – es werden pro Sekunde also eine ganze Menge Bilder gemacht. Wenn nur eines davon brauchbar ist – voller Erfolg!
Beim dritten Workshop geht es um „Splash-Obst“. Dazu wird vor einem schwarzen Hintergrund an einem dünnen Seil eine Frucht (Zitrone, Paprika, Banane, Apfel) befestigt. Zwei Assistenten schütten von recht und links einen Becher Wasser in die Richtung der Frucht. Auch hier machen die Fotografen Serienbilder und fotografieren mit einer sehr kurzen Belichtungszeit. Erschwerend ist in diesem Moment die große Hitze, die momentan herrscht. Foto: Paula Stoll Da wir verspätet angereist sind, konnten wir den vierten Workshop „Foodphotography“ leider nicht mitmachen. Das werden wir aber im Rahmen der AG auf jeden Fall nachholen.
Am Abend gibt es Hamburger und anschließend geht es in den Park und zum nahegelegenen wunderschönen Wasserschlösschens von Mitwitz. Dort fotografieren wir das alte imposante Schlösschen. Interessant sind dabei die Spiegelungen im Wasser. Später wird es beleuchtet und wir machen einige Langzeitbelichtungen. Dabei entstehen gespenstische Bilder. Zwei Anleiterinnen posieren und agieren dann mit Leuchtstäben und die Fotografen machen Bilder von der „Lichtmalerei“. Diese Motive sind in dem Innenhof des Schlosses besonders ausdrucksvoll. Zu fortgeschrittener Zeit gab es dann noch ein Donnerwetter. Es war ein schwüler Tag und ein Gewitter, das aufzog, beendete den erlebnisreichen Tag.
Am zweiten Tag fuhren wir nach dem Frühstück nach Bamberg, um uns der „Streetphotography“ zu widmen. Für unsere AG war das gar nicht sooo einfach. Heute sollten sie Leute fotografieren, ohne, dass diese es bemerken. Es sollten keine gestellten Fotos sein. Das widerspricht etwas den Regeln, die wir in der Schule haben…Zum Teil taten die Jugendlichen sich damit etwas schwer. Aber sie haben auch gesehen, dass Menschen, wenn sie freundlich um Erlaubnis gefragt werden auch damit einverstanden sind, wenn man sie fotografiert. Die Jugendliche bekamen 3 Aufgaben, für die sie jeweils eineinhalb Stunden Zeit hatten. Aufgabe 1: Fotos zu „Handy“ und „Von hinten“ Aufgabe 2: Fotos zu „Gruppe“ und „Tiere“ Aufgabe 3: Fotos zu „Spiegelung“ und „Schatten“
Als alle Aufgaben erledigt waren – es war ein sehr heißer Tag in Bamberg – ging es zurück nach Mitwitz. Dort gab es zum Abendessen Pizza. Jeder Teilnehmer reichte zum Thema des heutigen Tages „Streetphotography“ ein Foto ein. Dazu gab es am Sonntag nach dem Frühstück die Preisverleihung. Nach dem Abendessen schauten die meisten noch das WM-Spiel Deutschland gegen die Elfenbeinküste. (2:1 für Deutschland) Für einige war der Abend nach dem WM-Spiel noch nicht zu Ende. Das war auch der Grund für das verspätete Erscheinen zum Frühstück am Sonntag (das gilt nicht für alle).
Bei der Siegerehrung wurden die Bilder von allen Teilnehmern gezeigt. Es sind fantastische Szenen eingefangen worden und die Jury war voller Lob. Zumal es für die meisten das erste Mal war, dass sie sich mit Streetphotography beschäftigt haben und es durchaus eine Herausforderung war.
Am Sonntag ging es dann nach dem Frühstück zum Aufräumen und um 10.00 Uhr war Abfahrt. Um das Wochenende schön ausklingen zu lassen, statteten wir der Burg Nanstein bei Landstuhl noch einen kurzen Besuch ab und speisten dort noch in der Burgschänke bei hochsommerlichen Temperaturen. Fazit zum Wochenende: Wir haben tolle Fotos gemacht und in den Workshops sehr viel gelernt.
Das Wochenende war super organisiert und es wurden Kontakte zu anderen jugendlichen Fotografen aus der ganzen Republik geknüpft und es sieht so aus, dass in Freisen das nächste Wochenende der Workshops für die Jugend stattfindet. Auf der Rückfahrt hatten wir schon einige Ideen…..